Gutshof

Mit der Errichtung einer dampfbetriebenen Brennerei zur Herstellung von Sprit folgte Johann Carl Jouanne Anfang des 19. Jhdts. einer weit verbreiteten Tendenz der Industrialisierung alter Gutsanlagen.

Charakteristische Stilelemente der Schinkel-Schule sind in den erhaltenen gebäuden die preußischen Kappendecken, Terrakottazierelemente, Zackenziegelsteingesimse, Satteldächer und die typische Bauweise in unverputzten Handstrichziegeln.

Die Schmiede mit Uhrenturm, das Verwalterhaus sowie der Ochsenstall wurden im italienischen ländlichen Villenstil in der für die Schinkel-Schule typischen unverputzten Ziegelbauweise zwischen 1840 und 1860 errichtet.

Die Kulturstiftung Schloss Britz betreibt in Zusammenarbeit mit der U.S.E. seit 2007 eine robuste Tierhaltung mit historischen Nutztierrassen, um den schon fast verloren gegangenen ländlichen Charakter des Gutes wieder herzustellen. Kindergruppen sind willkommene Gäste und können im Rahmen pädagogischer Führungen Hintergründe und Fachwissen über die Tierhaltung erfahren.

Das Verwalterhaus wird seit 2008 von der Musikschule Paul-Hindemith-Neukölln genutzt und hat hier auf dem Gutshof einen Schwerpunkt frühkindlicher musikalischer Förderung.

Der historische Pferdestall beherbergt heute über zwei Etagen das Museum Neukölln und bietet einen umfangreichen Geschichtsspeicher, die Dauerausstellung 99 X Neukölln und wechselnde Sonderausstellungen.

Der ehemalige Kuhstall wurde von 2010-2011 zu dem heutigen Kulturstall umgebaut und bietet mit einer hervorragenden Akkustik die besten Vorraussetzungen für klassische Konzerte. Auch die in Verlängerung zum Kulturstall errichtete Freilichtbühne wird vor allem in den Sommermonaten für Konzertveranstaltungen genutzt.

Im sogenannten Schweizer Haus hat sich unter dem Namen "Buchholz - Gutshof Britz" ein neues Restaurant etabliert