Einführung

Das prächtige Gutshaus des Rittergutes Britz im Berliner Bezirk Neukölln geht zurück auf das Herrenhaus hochrangiger preußischer Hofbeamter und Staatsminister, wie Ewald Friedrich Graf von Hertzberg (1725–1795). Das Gebäude war Anfang des 18. Jahrhunderts an der Stelle eines mittelalterlichen Fachwerkbaus der ursprünglichen Ritterfamilie von Britzke errichtet worden und bildet bis heute den Kern von Schloss Britz.

Spätere Umbauten des 18. Jahrunderts und des zweiten Viertels des 19. Jahrhunderts veränderten den Charakter des Gebäudes bereits deutlich. Seine heutige Gestalt erhielt das Herrenhaus, das zu Recht als die „Perle des Bezirks“ bezeichnet wird, um 1880. Der damalige Besitzer Wilhelm Julius Wrede ließ das Gebäude grundlegend im Stile des Historismus um- und ausbauen und verwandelte des Herrenhaus zum "Schloss Britz".

Im Schloss befindet sich seit 1989 in den originalgetreu wiederhergestellte Räumen der "Wrede-Zeit" eine Dauerausstellung zur „repräsentativen Wohnkultur der Gründerzeit“. Daneben ergänzen von Beginn an Sonderausstellungen, in enger Zusammenarbeit mit internationalen Museen, das museale Programm. Dazu gehört auch der Park hinter dem Schloss, der im Stil um 1900 wiederhergestellt wurde.

Seit 2012 gehört zu diesem Kulturzentrum des Bezirks auch der anliegende Gutshof mit Kulturstall, Freilichtbühne, Museum Neukölln und Räumlichkeiten der Musikschule Neukölln. Die Historische Tierhaltung, Kinderprogramme, Konzerte und Lesungen mit renommierten Künstler*innen runden das reichhaltige kulturelle Angebot ab.