Ötzi - Der Mann aus dem Eis

vom 20.11.2018 bis 17.02.2019

Ötzi – Der Mann aus dem Eis

eine Ausstellung in Kooperation mit dem Neanderthal Museum und GEO

Vom 20.11.2018 bis 17.02.2019 präsentiert Schloss Britz in Zusammenarbeit mit dem Neanderthal Museum und GEO die Geschichte der legendären Gletscherleiche. 1991 fand ein Bergsteigerehepaar diesen gefriergetrockneten Leichnam. Diese Entdeckung versetzte sowohl die Wissenschaft als auch die Öffentlichkeit in Aufruhr, denn einen so gut erhaltenen Menschenkörper und Ausrüstungsgegenstände aus der Jungsteinzeit am Übergang zur Kupferzeit hatte die Welt noch nicht gesehen. Heute kennt jeder die weltweit älteste vollständig erhaltene Mumie unter ihrem Spitznamen „Ötzi“.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine lebensechte Figur des Ötzi samt Kleidung und Ausrüstung. 1996 wurde er erstmals detailgetreu und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert. GEO übergab diesen Auftrag der renommierten Demoplastikerin Elisabeth Daynès. Auch die gesamte bei der Mumie gefundene Ausrüstung wurde Schritt für Schritt aus Originalmaterialien rekonstruiert und zuletzt 2015 auf Grund der aktuellsten Forschungsergebnisse erneuert. Anhand der Auswahl der verschiedenen Rohstoffe und ihrer Verarbeitung werden die Materialkenntnisse und die technischen Fähigkeiten des Mannes vom Hauslabjoch deutlich.

Dem Publikum erschließt sich in der Ausstellung das bewegte Leben und der rätselhafte Tod eines Menschen am Ende der Jungsteinzeit. Ötzis umfangreiche Ausrüstung wie sein Beil mit Kupferklinge, ein Dolch aus Feuerstein, ein Bogen samt Köcher u.a. zeugen von seinen Lebensumständen.

Einen Großteil der Faszination für Ötzi machen aber auch die rätselhaften Umstände seines Todes aus. Gerade dank der guten Erhaltung des Leichnams sind vielfältige Hinweise auf die Art und Weise seines wahrscheinlich unnatürlichen Ablebens erkennbar. Abwehrverletzungen und die Verwundung durch einen Pfeilschuss geben deutlich Auskunft über die von Gewalt geprägten letzten Stunden eines Mannes auf der Flucht. Wie in einer Kriminalgeschichte wird nach und nach das grausame Schicksal dieses Mannes erkennbar.

Die Ausstellung wird von einem Führungsprogramm, speziell auch für Kinder, begleitet.

Geöffnet dienstags bis sonntags von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro, Schülerinnen und Schüler 1 Euro

Sondertermine für Kita- und Schulklassen nach Anmeldung
unter Tel. 030-609 79 23-0, Kosten: 1 Euro je Kind

Führungen: Sonntags um 12.00 Uhr und nach Vereinbarung (ab 5 Teilnehmer), zzgl. 3 Euro
unter Tel. 030-6097923-0