Konzerte, Lesungen

Samstag, 23. September 2017 um 19.00 Uhr im Kulturstall

Eine Musikreise durch Länder und Zeiten...

Olia Fabuljan – Mezzosopran
Reinhard Mürau – Klavier
Reinhard Mürau spielt Meisterwerke für Klavier von Brahms und Mozart und bildet anschließend mit der Mezzosopranistin Olia Fabuljan das Duett für Lieder von Anton Arensky.

An diesem Abend lädt die die KULTURSTIFTUNG SCHLOSS BRITZ zu einen ganz besonderen Musikgenuss ein. Mit der Klaviersonate F-Dur KV 332 von Wolfgang Amadeus Mozart, Variationen über ein eigenes Thema in D-Dur Op.21 Nr. 1 von Johannes Brahms und Liedern von Anton Arensky erwartet Sie ein exquisites musikalisches “Drei-Gänge-Menü“!

Anton Arensky, der nur von 1861 bis 1906 lebte, ist der große Unvollendete der russischen Musik. Er studierte bei Rimsky-Korsakoff und fand in Peter Tschaikowsky einen Mentor und Freund. In seiner zweiten Lebenshälfte gequält von psychischer Erkrankung, gelang es ihm doch, ein erlesenes und vielgestaltiges Werk zu schaffen. Die Vielfalt seiner stilistischen Ansätze wurde seinerzeit als Mangel eines Personalstils missverstanden; heute ist dies kaum mehr nachvollziehbar. Besonders reich an intimer Schönheit sind seine Lieder. Er war als Professor am Moskauer Konservatorium ein begnadeter Lehrer; unter anderen waren Skriabin und Rachmaninoff seine Schüler.

Foto Mrau 300Reinhard Mürau lernte schon mit fünf Jahren bei Prof. Fritz Emonts, und gewann mehrere erste Preise bei nationalen Klavierwettbewerben. Er konzertiert seit seinem 18. Lebensjahr, absolvierte glänzend die Kölner Musikhochschule. Solokonzerte, Jazzexperimente führten ihn durch ganz Deutschland sowie nach Österreich, Spanien und Mexiko. Die Suche nach der persönlichen Haltung gegenüber den großen Werken machen seine Konzerte zu authentischen und spannenden Erlebnissen. So wird der begnadete Solist bei den Arensky-Liedern zum idealen musikalischen Partner, da die pianistischen und musikalischen Herausforderungen dieser Lieder Soloklavierwerken in nichts nach stehen.

Olia Fabuljan, geboren in Westsibirien und ausgebildet u.a. in St. Petersburg, hat als eine der ganz wenigen Interpreten weltweit die traditionellen Wurzeln der russischen Liedkultur kennengelernt. Sie verwandelt Lieder in imaginäre Minidramen. Ihre sorgfältige Intonation verleiht den Liedern von Anton Arensky (welch eine Entdeckung!) unvergleichbaren Wohlklang. Vor knapp dreißig Jahren kam Olia Fabuljan nach Deutschland, wo sie sich seither auch als Komponistin und Buchautorin einen Namen gemacht hat. Aber wer sie singen hörte, weiß: Der Gesang ist das Zentrum. Ihr Gesang ist, was gefehlt hat. 

Zum Anfang